
Herzlich willkommen ...
... auf der Seite der Föderation Vinzentischer Gemeinschaften. Dies ist das Portal der Barmherzigen Schwestern bzw. Vinzentinerinnen von Augsburg, Freiburg, Fulda, Heppenheim, Hildesheim, Innsbruck (mit Meran und Treviso), Manathavady, München, Paderborn, Strasbourg, Suwon, Untermarchtal, Wien und Zams.
10/04 2012
Der Beginn eines Weges - Strukturveränderungen in der Kongregation von Innsbruck
Einerseits geht es darum, die Verquickung zwischen Generalat und Provinzialat in Innsbruck zu lösen. Bisher war die Generaloberin von Innsbruck zugleich die Provinzoberin für die Provinz Innsbruck – neben den Provinzen Meran und Treviso und der Region Mitundu (Tansania). Also war die Generaloberin zugleich die Provinzoberin für die Provinz Innsbruck. Seit dem Provinzkapitel in Innsbruck vom 26. bis zum 31. März gibt es nun eine Generaloberin und zugleich eine Provinzoberin. Für das Amt der Provinzoberin wurde Sr. Johanna Maria Neururer gewählt.
Eine weitere Veränderung betrifft die Überlegungen im Hinblick auf eine eventuelle Zusammenlegung der Provinzen Innsbruck, Meran und Treviso. Im Generalkapitel im Juli und im Oktober dieses Jahres soll eine diesbezügliche Ausrichtung angedacht werden. Bei diesem Kapitel werden dann auch die Generaloberin und der Generalrat gewählt.
Zugleich mit diesen ganzen Überlegungen ist die Innsbrucker Gemeinschaft in Tansania dabei, die Voraussetzungen für die Provinzwerdung zu schaffen.
Ja, nach außen hin ist es eine Veränderung der Struktur – in mehrfacher Hinsicht: Aber die Veränderung der Strukturen wird mit Sicherheit auch Auswirkungen auf die Gemeinschaft mit sich bringen. Es wird kein leichter Prozess sein, die Voraussetzungen für eine gute Klärung der Kompetenzen zu schaffen. Es wird – so hofft die Gemeinschaft – ein guter Beitrag sein, um ein besseres Zusammenrücken und einen besseren Austausch zu fördern.
Sr. Pauline Thorer
24/02 2012
Fastenzeitbrief des Generalsuperiors der Kongregation der Mission (Vinzentiner)
“Du hast uns für dich geschaffen, oh Gott, und unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir”. (Hl. Augustinus von Hippo)
An alle Mitglieder der Vinzentinischen Familie
Liebe Schwestern und Brüder,
möge die Gnade und der Friede unseres Herrn Jesus Christus Eure Herzen jetzt und in Ewigkeit erfüllen!
Wir leben in einen Welt, die von Rastlosigkeit erfüllt ist. Die Anforderungen, die uns das Leben stellt, kommen oft in einer schnellen, rasenden Geschwindigkeit auf uns zu. Wir werden in den Wirklichkeiten von Krieg, Armut, Terrorismus, politischer Unruhe, ökonomischen und ökologischen Katastrophen zu einem Volk, das des Lebens müde ist.
Unsere Empfindungen können denen des Psalmisten gleichen: „Wie lange, o Herr? Wie lange wirst du dein Angesicht vor mir verbergen?” (Ps. 13:1)
Inmitten dieser Herausforderungen bietet uns die Kirche ein kostbares Geschenk an: die Österliche Bußzeit. Sie ist ein heiliger Raum, eine Zeit, die uns lockt, innezuhalten, uns zurückzuziehen aus dem alltäglichen Trott und tiefere Züge aus der Quelle zu nehmen, die Jesu Geschichte unserer Erlösung ist. Sein Leben, seine Passion und Auferstehung. Einfach gesagt ist die Österliche Bußzeit eine Sabbatzeit für die Seele.
Als Menschen, die von Christus gerufen und dem Charisma des heiligen Vinzenz von Paul verpflichtet sind, kann uns diese heilige Zeit dabei helfen, unseren katholischen Glauben und das Vinzentinische besser zu leben. Wie es bei Vinzenz war, ist auch unsere Identität in Christus verwurzelt. Die Lesung des ersten Fastensonntags sagt uns, dass Christus „der Sünden wegen ein einziges Mal gestorben ist, er, der Gerechte, für die Ungerechten, um euch zu Gott hinzuführen.”(1 Petr 3:18) Diese vierzig Tage der Fastenzeit sind nicht nur eine Zeit des Gebetes, der Buße und des Almosengebens, sondern auch der Reflexion, der Beziehung (Konnektion) und des Handelns (Aktion).
Eine Zeit zur der Reflexion
Die Sonntagsevangelien der Fastenzeit geben unserem Denken viel Nahrung, da sie die Person und die Kraft Jesu enthüllen. Er wird gezeigt als Mystiker, der aus der Wüste kommt, als Messias, der vor den Augen der Jünger verklärt wird, als Prophet, der dazu getrieben wird, das Unrecht im Tempelbezirk anzuprangern, als weiser Lehrer, der sich willig auf den Dialog mit einem Pharisäer einlässt und als leidender Gottesknecht, der bereit ist, Gott zu verherrlichen, indem er seine Passion umarmt. In diesen Evangelien und in den täglichen Schriftlesungen während der Österlichen Bußzeit finden wir die Erzählungen von Gottes Liebe und Erbarmen für Israel und die Worte und Taten Jesu, mit denen er das Reich Gottes verkündet hat.
Indem wir mit den Schriftworten der Fastenzeit beten und täglich an der Eucharistie teilnehmen, öffnen wir uns für das große Erbarmen Gottes, das sich in Jesu Leben, seinem Tod und seiner Auferstehung zeigt. Vinzenz’ Bereitschaft, sich tief in das Leben und die Lehre Jesu hineinzubetrachten und sein Eifer, sie in sein Leben zu integrieren machten ihn zu einem „Mystiker der Barmherzigkeit“. Vinzenz war mit Schwung, den Armen zu helfen, erfüllt, und er motivierte und ermächtigte andere, dasselbe zu tun. Was aber seine ruhelose Seele nährte, waren nicht Ideen und ihre Verwirklichung, sondern ein Geist und ein Herz, das an Betrachtung und Kontemplation vergeben war:
“Wir können unsere ewige Glückseligkeit nicht besser wirken als durch das Leben und Sterben im Dienst der Armen, in den Armen der Vorsehung und mit aufrichtiger Selbstverleugnung, um Jesus Christus nachzufolgen.“ (St. Vinzenz CCD, Vol. 3, p. 384, Brief 1078, 4. Dezember 1648)
Vinzenz’ persönliche Bekehrung, die sich dadurch vollzog, dass er sich die Lehren Jesu zueigen machte und die Gründung von Gemeinschaften und Organisationen, die dazu da waren, den Armen zu dienen, waren die Frucht seiner lebenslangen Treue zum Gebet und zur Betrachtung. Wenn wir Zeiten zur Betrachtung suchen, sind wir wie die griechischen Ältesten, die den Apostel Philippus bitten: „Herr, wir möchten Jesus sehen.“ (Joh 12:21) Wie uns Vinzenz’ Leben lehrt, weist Gott niemals eine Einladung zurück, mit uns ins Gespräch zu kommen. Die Österliche Bußzeit ist die Zeit für uns, ihn einzuladen.
Eine Zeit für Beziehung (Konnektion)
Die Frucht der Zeit, die wir in Betrachtung und Gebet verbringen, ist eine tiefere Beziehung zu Gott, zu mir selbst, zum Nächsten und zum Armen.
In einer ruhelosen Welt der Uneinigkeit und Beziehungslosigkeit hilft uns die Fastenzeit, unsere Jüngerschaft mit Christus zu vertiefen und unser vinzentinisches Charisma besser zu leben. Wir können von Vinzenz lernen: seine umwerfende Begabung, Menschen zusammenzubringen um das Wohl aller zu erreichen, wirkt bis zum heutigen Tag.
Die Evangelien der Fastenzeit beschreiben Jesus als jemanden, der immer voller Leidenschaft den Willen des Vaters tut. Durch sein Gebet und in seinem Leiden blieb Jesus immer mit Gott verbunden.
Vor Jahren gebrauchte eine bekannte Anzeige in den USA als Leitspruch: “Wir sind alle verbunden”. Im heutigen digitalen Zeitalter gilt dieser Refrain noch viel mehr. Unser Glaube und unser Charisma fordern uns heraus, das Gebot Jesu, Gott zu lieben und dem Nächsten zu dienen, wesentlicher miteinander zu verbinden. Die österliche Bußzeit ruft uns, noch achtsamer die Gegenwart des leidenden Christus in der Welt zu erkennen, damit wir das Elend der Menschen verstehen und uns ihnen gegenüber als Christen erweisen.
Als Generalsuperior habe ich das Privileg, die Vinzentinische Familie auf der ganzen Welt zu besuchen und so Zeuge dafür zu werden, wie unser Charisma die Armen mit Christus verbindet. Erlauben Sie mir, zwei solcher Begegnungen mit Ihnen zu teilen. In beiden Fällen geht es um Dienste, die von den Töchtern der Christlichen Liebe koordiniert werden und Kindern dienen, die in Armut leben und dadurch vielen Risiken ausgesetzt und verwundbar sind.
Bei einer Reise nach Haiti, bei der ich mich vom Fortschritt des Zafen – Projektes überzeugen wollte, besuchte ich eine Schule, die die Schwestern gegründet hatten, um dem Elend der Restavek – Kinder zu begegnen. Das ist wahrhaftig tragisch: zwischen 175,000 und 300,000 dieser Kinder kommen aus Familien, die nicht fähig sind, sie zu versorgen, und werden deshalb aus dem Haus geschickt, um bei Verwandten, Bekannten oder anderen Haitianischen Familien als ‚Lehrlinge’ zu arbeiten. Sie werden “Restaveks” genannt, (Französisch – Kreolisch für “rester- avec – bleib bei uns”), ihr Leben ist alles andere als ruhig und gut aufgehoben, und sie gehören nicht zu der Familie, in der sie arbeiten. Die Restavek- Kinder werden oft misshandelt und missbraucht, sie können keine Schule besuchen und ihnen fehlt Nahrung, Kleidung und Gesundheitsversorgung. In der Schule für Restaveks der Töchter der Christlichen Liebe bekommen sie zu essen, lernen lesen und schreiben und werden mit Respekt vor ihrer Würde behandelt, den sie nie kannten. Wenn Sie mehr über die Restavek – Kinder wissen möchten schauen sie unter: http://www.restavekfreedom.org.
In Ghana ist, wie in vielen Entwicklungsländern, die Ausbeutung von Kindern immer ein Thema. In Kumasi, der zweitgrößten Stadt Ghanas, leben viele obdachlose Kinder auf der Straße und überleben, indem sie betteln oder sich als Taglöhner verdingen. Oft werden sie geschlagen und missbraucht, viele werden Opfer von Menschenhandel. Die Töchter der Christlichen Liebe haben zusammen mit der Erzdiözese Kumasi das „Straßenkinder –Projekt“ gegründet, ein offenes Zentrum, das einen Schutzraum vor den Gefahren der Straße bietet. Dort gibt es ein Platz zum Ausruhen (ein ganz einfacher Platz am Boden), die Möglichkeit, ein Badezimmer zum Duschen und Waschen zu benutzen, saubere Kleider, Unterricht in Lesen und Schreiben, aufsuchende tägliche Pflege und Alternativen für diese Kinder. Es ist ein friedlicher Ort mitten in einem harten Leben der Ausbeutung. Mehr von dieser Arbeit erfahren Sie unter: http://www.streetchildrenprojectksi.org.
Ich glaube, dass Sie mit mir einig gehen, dass diese beiden vinzentinischen Werke den Herzen des heiligen Vinzenz und der heiligen Louise lieb und teuer wären. Sie stehen als wunderbares Beispiel für „Graswurzel“ – Bemühungen, um auf den Schrei der Armen und Vergessenen mit Jesu Froher Botschaft zu antworten.
Die Österliche Bußzeit ist eine Zeit, nicht nur über Jesu leben nachzudenken, sondern mit Gottes Armen eine Beziehung einzugehen und in ihrem Interesse zu handeln.
Eine Zeit zum Handeln (Aktion)
“Was ist zu tun?” Das war die Frage, die Madame de Gondi 1617 Vinzenz stellte, als sie beide die spirituelle Not der Landbevölkerungen auf ihren ausgedehnten Besitzungen erkannten. Seine Antwort auf diese Frage lässt sich heute in den Priestern, Brüdern, Schwestern und Laien antreffen, die das lebendige und wesentliche Herz der Vinzentinischen Familie sind. Unsere Wirklichkeit ist eine globale, die viel weiter reicht als Vinzenz und Louise sich das je hätten vorstellen können.
Aber die Österliche Bußzeit erinnert uns daran, dass der leidende Christus in seiner Passion in unserer Welt auf unzählige Weise gegenwärtig ist. Unsere Aufgabe als Jünger Jesu ist es, in ihrem Sinn zu handeln. “Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“(Mt 25:40) Es ist unsere Aufgabe als TrägerInnen des vinzentinischen Charismas, sowohl individuell als auch gemeinschaftlich in Liebe und Dienstbereitschaft unsere Antwort zu geben. Da es immer so Vieles gibt, was uns auf Trab hält, lassen Sie mich eine andere Art von Aktion vorschlagen.
Bei unserer letzten Generalversammlung nahm die Kongregation der Mission einen Fünf-Jahres–Stategieplan an, der jährliche Ziele enthält, wie wir unsere vinzentinische Berufung und das Charisma der Vinzentinischen Familie besser leben können.
Das Ziel, das wir in diesem Jahr im Blick haben, heißt „Systemischer Wandel“, was wir folgendermaßen definieren: nicht nur arbeiten, um die Lebensbedingungen für die Armen zu erleichtern, sondern die gesellschaftlichen Strukturen verändern, die die Armut hervorrufen.
Um die Mitbrüder dazu zu ermutigen, den systemischen Wandel in ihren Provinzen und in ihren Diensten zu integrieren, gibt es Vorschläge für Strategien. Einige davon sind spezifisch für die Gemeinschaft der Vinzentiner, aber ich möchte mit Ihnen einige Strategien teilen, von denen ich glaube, dass sie in jedem Zweig der Vinzentinischen Familie umgesetzt werden können:
· Arbeiten bevorzugen, die den systemischen Wandel in der Gesellschaft fördern, regionale Eigenständigkeit entwickeln, Bildung von Selbsthilfegruppen und einheimische Mikrokredit – Programme
· Rechtsbeistand für die Verteidigung der Armen bereitstellen und Gerechtigkeit fördern
· Programme entwickeln, die Menschenhandel verhindern und Leben fördern, Zugang zu umfassender Gesundheitsversorgung, Sorge für die Umwelt, für die Würde der Frau und der Kinder, für die Rechte von Migranten und Teilhabe an der Zivilgesellschaft.
Diese Strategien für Systemischen Wandel aus dem Plan der Kongregation bieten Ihnen eine reiche Vielfalt von Ideen zum Handeln an.
Systemischer Wandel ist ein wichtiges Ziel für die Vinzentinische Familie. Ich glaube, dass wir alle Wege finden können, ihn in unsere Arbeitsweise aufzunehmen und andere von seiner Wichtigkeit zu überzeugen.
In der Österlichen Bußzeit und das ganze Jahr hindurch haben wir die Möglichkeit in unserem Glauben zu wachsen, indem wir das Wort Gottes betrachten und an der Eucharistie teilnehmen, die das Band der Beziehung zum Armendienst festigt. Es scheint eine entmutigende Aufgabe zu sein, aber als Mitglieder der Vinzentinischen Familie inspiriert uns unsere „Mystik der Barmherzigkeit“ und erinnert uns daran, wem und warum wir unseren Dienst tun:
Ich bitte unseren Herrn dass wir uns selbst sterben können, um mit ihm auferstehen zu können, dass er die Freude unseres Herzens sein möge, das Ziel und die Seele all unseres Handelns und unsere Herrlichkeit im Himmel.
Das wird so geschehen, wenn wir uns selbst erniedrigen, wie er sich erniedrigt hat, wenn wir uns unsere eigene Befriedigung versagen, um ihm nachzufolgen, indem wir unser kleines Kreuz tragen und wenn wir bereitwillig unser Leben geben, so wie er seines gegeben hat für unseren Nächsten, den er liebt und will, dass wir ihn so lieben wie uns selbst.” (St. Vinzenz: CCD, Vol. 3, p. 616, Brief 1202, 27 March, 1650.)
Unsere rastlose Welt mit dem Elend der Restavek und Kumasi – Kinder kann uns bisweilen überfordernd vorkommen. Aber unser Glaube an Jesus und das vinzentinische Charisma geben uns Erneuerung, Stärke und Vertrauen, damit wir der Zukunft mit Hoffnung begegnen können.
Auf die Fürsprache Mariens, unserer lieben Frau von der Wunderbaren Medaille, bete ich, dass diese Österliche Bußzeit eine Zeit sein möge, in der Gottes Gnade und Güte sich immer klarer in Ihrem Leben zeigen möge – und im Leben derer, denen Sie dienen.
Ihr Bruder im heiligen Vinzenz
G. Gregory Gay, C.M., Generalsuperio
02/05 2012
Mutterhaus Augsburg: Neuer Generalrat gewählt
Augsburg/Dießen. Das Generalkapitel der Barmherzigen Schwestern vom Mutterhaus Augsburg tagte aufgrund der Bausituation in Augsburg im Kloster St. Vinzenz in Dießen. Nach einem Besinnungstag war der 25. April der Tag des Wahlkapitels, das im Auftrag des Bischofs der Ordensreferent der Diözese Augsburg, Prälat Dr. Bertram Meier, leitete.
Sr. M. Michaela Lechner wurde als Generaloberin wiedergewählt. Als Generalrätinnen stehen ihr zur Seite: Sr. M. Beatrix Franger, Sr. M. Carissima Fendt, Sr. M. Dorothee Maier und Sr. M. Veronika Häusler.
Unser Bild zeigt (v.l.): Sr. M. Dorothee Maier, Sr. M. Carissima Fendt, Generaloberin Sr. M. Michaela Lechner, Sr. M. Veronika Häusler, Prälat Dr. Bertram Meier und Sr. M. Beatrix Franger.
12/03 2012
Erzbischöflicher Segen für neues Pflegeheim St. Elisabeth
Marburg. Bambergs Erzbischof Dr. Ludwig Schick hatte es sich nicht nehmen lassen, nach zweieinhalb Jahren Neu- und Umbauarbeiten das Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth in Marburg feierlich einzuweihen und offiziell seiner Bestimmung zu übergeben. In der ebenfalls sanierten Kapelle des Heims zelebrierte er zu Beginn der Feierlichkeiten einen Gottesdienst, bei dem ihn Dechant Franz Langstein als Konzelebrant begleitete.
Ludwig Schick hat eine enge Verbindung zu dem Heim der Barmherzigen Schwestern aus Fulda. „Ich bin hier geboren und getauft worden und habe später als Medizinstudent viele Praktika in diesem Haus absolviert“, so Schick während des Gottesdienstes. „Ich habe viele gute und schöne Erinnerungen an dieses Haus!“ In seiner Predigt wünschte er den Bewohnern und den Mitarbeitern von St. Elisabeth, dass das neue Haus Licht und Wärme ausstrahlen solle.
Im Anschluss an den Gottesdienst begrüßte Heimleiterin Monika Ostler die Gäste, allen voran Generaloberin Sr. M. Rosalia Bagus aus dem Mutterhaus in Fulda. Sr. M. Rosalia dankte Erzbischof Schick für die guten Worte während der Eucharistiefeier und gab zu verstehen, dass es immer wieder eine Freude sei, wenn er „nach Hause“ käme. Sie erinnerte in ihrer Ansprache auch an den großen Namen der heiligen Elisabeth, der für das neu gestaltete Heim St. Elisabeth Programm sein müsse. Für die Entwicklung der Pflege von alten und kranken Menschen habe gerade das Ideal der Nächstenliebe, das Elisabeth in so einzigartiger Weise gelebt habe, eine immense Bedeutung. Grußworte sprachen Marburgs Bürgermeister Dr. Franz Kahle und Dr. Dr. Frank Theisen aus dem Hessischen Sozialministerium. Die MAV-Vorsitzende Birgit Ribic wünschte dem neuen Heim im Namen aller Mitarbeiter alles Gute.
Das neue Alten- und Pflegeheim verfügt nun über 77 Einzelzimmer für pflegebedürftige Menschen, jeweils mit eigenem Sanitärbereich. Über 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bietet das Pflegeheim zukünftig einen sicheren Arbeitsplatz. Das Haus der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Fulda -KdöR- investierte als Träger der Einrichtung etwa 10,5 Mio. Euro in die Gesamtbaumaßnahme, die durch das Land Hessen mit einem Zuschuss über 1,856.000 Euro und einem rückzahlbaren Darlehen in gleicher Höhe gefördert wurde. Auch die Stadt Marburg förderte die Maßnahme mit einem Betrag über 250 000 Euro.
Hintergrund der Baumaßnahme war die schon länger diskutierte Planung des Trägers, die beiden kleinen Marburger Heime St. Elisabeth und St. Luise am Standort Lahnstraße zusammen zu führen. Mit dem Umzug der letzten Bewohner aus dem Alten- und Pflegeheim St. Luise in die neue Einrichtung am 17.01.2012 wurde der Betrieb in St. Luise nun eingestellt.
24/02 2012
Mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet
Freiburg. Für seine Verdienste um katholische Kliniken, Heime und Hospize in der Erzdiözese Freiburg ist der frühere Superior des Ordens der Vinzentinerinnen Monsignore Hans Waldraff mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. In einer Feierstunde übergab Bürgermeister Ulrich von Kirchbach die hohe staatliche Auszeichnung.
Hans Waldraff, 73, stammt aus Sigmaringen und wurde 1965 in Freiburg zum Priester geweiht. 1969 wurde er an das Erzbischöfliche Priesterseminar Collegium Borromaeum berufen und war in der Priesterausbildung tätig. 1978 übertrug der damalige Erzbischof Oskar Saier Hans Waldraff das Amt des Superiors des Ordens der Vinzentinerinnen in Freiburg. Als Vertreter des Ordens leitete Waldraff des größten katholischen Krankenhausträger in der Erzdiözese Freiburg mit Klinken in Freiburg, Lörrach, Heidelberg und Mannheim. In seine Amtszeit fiel unter anderem die Bildung des regionalen Krankenhausverbunds mit den vier katholischen Kliniken in Freiburg und Waldkirch und die Gründung von Hospizen in Heidelberg und Freiburg. 1992 zeichnete Papst Johannes Paul II. ihn mit dem Ehrentitel „Monsignore“ aus. Seit Juli 2007 ist Hans Waldraff im Ruhestand.
22/12 2011
Teilen wie Vinzenz - Weihnachtsspendenaktion in der Klinik Vincentinum in Augsburg
Augsburg. Teilen, weil es uns gut geht – sichere Arbeitsplätze, regelmäßiges Einkommen und für viele insgesamt Lebensbedingungen eher auf der Sonnenseite des Lebens. Da muss man sich doch auch um die anderen kümmern, denen das Leben nicht solch gute Bedingungen bietet! Das war die Idee für eine Weihnachtsspendenaktion im Vincentinum in Augsburg.
"Dass sich aus allen Bereichen der Klinik Mitarbeiter und auch Belegärzte an unserer Spendenaktion beteiligt haben, macht mich richtig glücklich und stolz auf unser Miteinander!" sagt Andreas Karg, Mitinitiator der Spendenaktion "Teilen wie Vinzenz" zum Weihnachtsfest 2011 und freut sich über den großen Anklang, den der kleine Anstoß gefunden hat und über ein richtig tolles Ergebnis: Mit 1400 € kann Kindern und Jugendlichen eine Freude bereitet werden und ein kleines Stück des vinzentinischen Gedankens „Liebe sei Tat“ in praktische Schritte umgesetzt werden.
Eine Mitarbeiterin hat fleißig Päckchen mit Fertigessen gepackt, damit die Kinder in der St. Gregor Kinder- und Jugendhilfe, wenn sie in den Ferien nach Hause in ihre Familien kommen, wenigstens einmal am Tag ein warmes Essen bekommen. Dank der vielen großzügigen Spender ist es möglich, für 2012 vier derartige Päckchenaktionen durchzuführen. "Und dann ist im Sommer auch noch mal ein Eisessen für die Kinder mit drin!" freut sich die Mitarbeiterin, die für das Vincentinum den Kontakt zu der Einrichtung hält.
Weil soviel Spendengeld zusammen kam, kann das Vincentinum ein zweites Projekt fördern: In der Wäscherei der Ulrichswerkstätten, in der die Klinik die Wäsche waschen lässt, sind Jugendliche mit Behinderung beschäftigt, die im Sommer für eine Woche in ein Zeltlager fahren. Leider gibt es Jugendliche, die diese Möglichkeit nie wahrnehmen können, geschweige denn sonst in Urlaub fahren können. Dank der Spenden kann zwei Jugendlichen 2012 die Teilnahme ermöglicht werden.
18/11 2011
Vinzentinische Föderation reflektiert Werteauftrag
Untermarchtal. Für drei Tage trafen sich die Verantwortlichen für die Wertearbeit in Untermarchtal. Dieses Werteforum fand zum ersten Mal statt und stellte den Abschluss einer Weiterbildungsetappe dar, die die Generaloberinnen der Föderation, beauftragte Schwestern (Multiplikatorinnen) und die Geschäftsführer/innen der Einrichtungen in je vier Abschnitten zu zwei Tagen durchlaufen hatten. Nun galt es, die Weiterbildung zu evaluieren und daraus weitere Schritte in die Zukunft zu erarbeiten. Begleitet wurden die 38 Teilnehmer/innen von Andreas von Schlichtegroll, der es verstand, effiziente Arbeit mit Freude an der Sache zu verbinden.
Gerade der Erfahrungsaustausch auf Ebene der Föderation war für alle sehr bereichernd, nicht weniger aber die Möglichkeit, dass Ordensschwestern und Geschäftsführer/innen intensiv ins Gespräch kommen konnten.
Einig waren sich die Teilnehmer/innen, dass es dieses Forum auch zukünftig geben soll. Thematisch soll es um die Frage gehen, wie sich Menschlichkeit und vinzentinische Werte im Alltag nachhaltig und glaubwürdig im Managementalltag verwirklichen lassen und wie der Geist der Ordensstifter Ressource und Inspiration für die Gestaltung der Führungsverantwortung sein kann.
13/09 2011
Auf den Spuren unserer Stifter - Postulat, Noviziat und Juniorrat gemeinsam in Paris
Paris. Eine Gruppe von Schwestern aus den Mutterhäusern Augsburg, Fulda, Hildesheim, Untermarchtal und Wien unter der Leitung von Sr. Elisabeth Halbmann (Untermarchtal) und Herrn Superior Briemle (Untermarchtal) machte sich auf den Weg nach Paris.
Nach einem Überblick über die Stadt mit ihrer Vielzahl der Kirchen, das bunte Leben und die vielen Menschen sowie solch beeindruckende Bauten wie den Louvre, den Triumphbogen und den Eiffelturm feierten wir in St. Lazare, direkt unter dem Schrein des hl. Vinzenz, die hl. Messe.
Der nächste Tag begann bei der hl. Luise und der hl. Katharina in der Rue de Bac mit der Feier der hl. Messe. Anschließend gingen wir ins Archiv. Dort zeigte und erklärte uns eine Pariser Vinzentinerin Schriftstücke, Bücher und Bilder aus dem Leben unserer Ordensheiligen. Ganz nah kamen wir so dem hl. Vinzenz und der hl. Luise und auf manche Eigenarten unserer Heiligen wies uns die Schwester hin. So schrieb z.B. die hl. Luise ihre Briefe so voll, dass kein weiteres Wort mehr darauf Platz fand, wohingegen der hl. Vinzenz viel Platz ließ und schwungvoll seine Unterschrift setzte.
Am Nachmittag fuhren wir dann zur Kirche Notre Dame. Immer auf den Spuren unserer Stifter begegneten sie uns auch hier. In all den Kirchen die wir an diesem und den folgenden Tagen anschauten, zeigt sich die Verehrung unserer großen Heiligen in wunderschönen Kirchenfenstern, Bildern und Skulpturen.
Am nächsten Tag besichtigten wir in St. Lazare den Reliquiensaal. Am Nachmittag fuhren wir nach Reuilly in das Altenheim, in dem die hl. Katharina so viele Jahre treu ihren Dienst getan hat. Eine Schwester zeigte uns die Kapelle und das kleine Museum, anschließend beteten wir dort die Vesper. Nachdem wir auf dem Rückweg die Kirchen St. Nicolas des Champs, St. Laurent und St. Vincent de Paul sowie das ehemalige St. Lazare angesehen haben, kamen wir reich an Eindrücken und sehr müde wieder in unserer Unterkunft an.
Unser letzter ganzer Tag in Paris führte uns nach Clichy. An diesem Ort, an dem Vinzenz so glücklich als Landpfarrer gewesen war, feierten wir die hl. Messe und fuhren anschließend zum Montmartre. Dort in der Kirche Sacre Coeur, in der ewige Anbetung ist, hatten wir dann Zeit, alles Erlebte vor den Herrn zu bringen, die Kirche zu betrachten, zu beten und auszuruhen. Bevor wir am nächsten Tag die Rückreise antraten, feierten wir in St. Lazare die hl. Messe. Dort wurde es dann deutlich, was Missionspriester und Weltkirche heißt, denn am Altar standen über zwanzig Lazaristen und, nach ihrem Aussehen zu schließen, kamen sie aus vielen Ländern der Welt. Gestärkt und froh durch diese Erfahrung, zur großen vinzentinischen Familie zu gehören, machten wir uns auf den Rückweg.
Sr. M. Jeanne Golla, Hildesheim
13/09 2011
"Er führte mich hinaus ins Weite..." - Bericht von der Noviziatsschulung 2011
Untermarchtal. An der diesjährigen Noviziatsschulung in Untermarchtal nahm eine kleine Gruppe mit einer Postulantin (Untermarchtal) und zwei Novizinnen (Augsburg und Hildesheim) begleitet von den jeweiligen Leiterinnen teil.
Zu Beginn machte uns Herr Superior Briemle mit der Vinzenz-Kirche vertraut. In einer visuellen Kirchenführung erklärte er uns Bild für Bild die Architektur und die darin zum Ausdruck gebrachte Spiritualität.
Sr. Nicola Maria Schmitt (Untermarchtal) referierte über die Vinzenzkonferenzen. Wir begannen mit der Konferenz über die Erlaubnisse, von der der hl. Vinzenz selber sagt, es sei die Wichtigste. Spannend und tiefgehend war die Auseinandersetzung mit dieser, ebenso wie die Konferenz über die Betrachtung, die wir im Anschluss lasen. Über die Schwesterliche Liebe hielten wir selber eine Vinzenzkonferenz ab. So füllten sich zwei Tage, die sehr reich an Gebet, Gemeinschaft und Gespräch waren.
Mit dem Thema Gemeinschaft ging es gleich weiter, Pater Matthias Wetzel OSB (St. Ottilien) sprach über: Gemeinschaft – Leben ist Beziehung. Die Selbstliebe, die Nächstenliebe und die Gottesliebe waren es, die er uns in seiner sehr frohen und freien Art die nächsten zwei Tage näher brachte.
Sr. Veronika Hinderhofer und Sr. Emanuela Koch (Untermarchtal) führten uns mit Bibel und Rucksack in die Weite.
In die Weite ging es am folgenden Tag dann gleich noch einmal. Der Ausflug führte uns zuerst nach Meersburg, wo wir die hl. Messe feierten und anschließend das Bibelmuseum besuchten. Mit der Fähre ging es über den Bodensee nach Konstanz und von dort mit dem Bus weiter auf die Insel Reichenau. Dort schauten wir uns die Kirchen an. Im Marienmünster standen wir am Grab des Abtes Berno und am Abend beteten wir mit den Benediktinern in der St. Peter und Paul Kirche die Vesper.
Sr. Gabriele Maria Sorg (Untermarchtal) lud uns ein, kreativ zu werden. Eine Vielzahl unterschiedlichster Specksteine lag bereit, um von uns in Form gebracht zu werden bzw. uns zu zeigen, welche Form in ihnen verborgen war. Lauter Kunstwerke sind an diesem Tag entstanden.
Den letzten Tag der Schulung kam Sr. M. Veronika Häusler (Augsburg) zu uns, mit der wir das Gelübde des Gehorsams bearbeiteten.
Nach einer Reflexions- und Dankesrunde machten sich am nächsten Tag alle wieder auf den Weg in den Alltag.
Ein herzlicher Dank an dieser Stelle an Sr. Karin Maria Stehle (Untermarchtal), die diese Schulung vorbereitet und geleitet hat und an alle, die die Schulung ermöglicht, gestaltet und durch ihr Gebet begleitet haben.
Sr. M. Jeanne Golla, Hildesheim





