Es gibt fast keinen Augenblick im Leben, in dem wir die Tugend der Geduld nicht nötig hätten.
Vinzenz von Paul (1581-1660)

Herzlich willkommen ...

... auf der Seite der Föderation Vinzentischer Gemeinschaften. Dies ist das Portal der Barmherzigen Schwestern bzw. Vinzentinerinnen von Augsburg, Freiburg, Fulda, Heppenheim, Hildesheim, Innsbruck (mit Meran und Treviso), Manathavady, München, Paderborn, Strasbourg, Suwon, Untermarchtal, Wien und Zams.

23/01 2012

Bericht vom internationalen Treffen der Vinzentinischen Familie in Rom

Vom 13. – 15. Januar traf sich die Internationale Vinzentinische Familie FAMVIN in Rom. Turnusgemäß findet diese Zusammenkunft in der großen Runde alle zwei Jahre statt. Dazu gehören:

Kerngemeinschaften des heiligen Vinzenz: Lazaristen, Töchter der Christlichen Liebe, Caritasdamen (AIC), Vinzenzkonferenzen, Vinzentinisch-Marianische Jugend, Vereinigung der Wundertätigen Medaille und davon abstammende Gemeinschaften und Vereinigungen wie z.B. unsere Föderation, die Sr. Denise aus Straßburg und ich vertreten durften.

Dabei gibt es einen Fortbildungsteil und eine Zeit, in der die einzelnen Zweige von ihren Projekten berichten.

Das Treffen begann mit einer heiligen Messe, die der neue Beauftragte für die FAMVIN, Pater Eli Chavez dos Santos, ein gebürtiger Brasilianer, mit uns feierte.

Im Fortbildungsteil beschäftigten wir uns diesmal schwerpunktmäßig mit dem seligen Frederic Ozanam, dem Gründer der Vinzenzkonferenzen in ihrer jetzigen Form, dessen 200. Geburtstag wir im kommenden Jahr begehen. Zwei Referenten untersuchten den Einfluss, den sein Denken und seine von Vinzenz geprägte Spiritualität auf die Formulierung der Katholischen Soziallehre hatte, die ja unter Leo XIII in Rerum Novarum 1891 eine erste weltweite Verkündigung fand.

Dr. Austin Fagan, Mitglied der Vinzenzkonferenzen aus England, stellte uns Spiritualität und Charisma des seligen Frederic Ozanam vor. Pater Mizael Donizeti CM beleuchtete die Soziallehre der Kirche ausgehend von den Gedanken des seligen Frederic Ozanam.

Wieder waren zwei neue Gemeinschaften eingeladen: eine belgische Ordensgemeinschaft, die im 19. Jahrhundert gegründet wurde und als „Dienerinnen der Armen vom heiligen Vinzenz von Paul“ heute international verbreitet ist sowie „unsere“ Mitschwestern aus Zagreb, die eine Enkelinnengemeinschaft von Straßburg ist (die Gründung ging über das Mutterhaus Zams).

Die Schwestern von Zagreb sind heute eine große Kongregation von rund 770 Schwestern, die in den Ländern des ehemaligen Jugoslawien, in verschiedenen Ländern Afrikas und Lateinamerikas sowie in den USA tätig sind. Aus Anlass des Jubiläumsjahres 2010 haben sie eine Mission auf den Salomoninseln begonnen.

Für die Vorstellung der Projekte, die die einzelnen Zweige verwirklichen, gab es heuer eine Hausaufgabe: es sollte ein Projekt ausgewählt werden, das von einem der acht Millenniumsziele der UN (2000 – 2015) ausgeht. Diese sind:  

1) Extreme Armut und Hunger ausmerzen 
2) Weltweit grundlegende Bildung ermöglichen
3) Die Gleichberechtigung der Geschlechter fördern und Frauen stärken
4) Die Kindersterblichkeit reduzieren 
5) Die Gesundheit der Mütter verbessern
6) HIV/AIDS, Malaria und andere Krankheiten bekämpfen
7) Nachhaltigen Umgang mit der Umwelt sicherstellen
8) Eine globale Partnerschaft für die Entwicklung voranbringen

Bei der Föderationstagung haben wir uns darauf geeinigt, ein Projekt vorzustellen, das unsere Mitschwestern in Mananthavady betreuen: sie haben ein Krankenhaus im Bundesstaat Anthrapradesh umgewidmet und daraus ein Betreuungszentrum gemacht, das sich speziell um Menschen kümmert, die sich mit HIV infiziert haben bzw. an AIDS erkrankt sind. Dies geschieht dort in einer sehr umfassenden Weise: es gibt Präventionsprogramme für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Beratung und Begleitung, medikamentöse und pflegerische Versorgung, Ausbildung der Kinder, besondere Sorge um Schwangere und ihre neugeborenen Kinder. Zudem gehen die Schwestern in die Dörfer im Umkreis von 50 km und suchen die Kranken auf – oft verborgen, da diese Krankheit ein großes Tabu ist und enorme Diskriminierung zu fürchten ist, wenn sie bekannt wird.

Pater Robert Maloney CM berichtete vom Fortschritt des ZAFEN-Projektes und der großen Unterstützung, die so den Menschen in Haiti zugute kommt.

Mit einer heiligen Messe mit Generalsuperior Pater Gregory endete das Treffen.

18/11 2011

Neue Provinzleitung in Meran gewählt

Vom 11. bis 14. Oktober 2011 fand das Provinz-Wahlkapitel bei den Barmherzigen Schwestern in Meranstatt. Es wurde unter dem Vorsitz der Generaloberin, Schwester Pia Regina Auer, Innsbruck, eine neue Provinzleitung gewählt. Das Ergebnis der Wahl:

Proivinzoberin: Schwester Dr. Elisabeth Pfattner

Rätinnen: Schwester Siglinde Mair, Schwester Klara Rabensteiner, Schwester Brunhilde Seeber und Sr. M. Frieda Eller

Dem Wahlkapitel ging ein Einkehrtag voraus von Prälat Dr. Steidl aus Innsbruck mit dem Thema: „Von Gott gerufen, von Gott gehalten, von Gott gesandt – als Barmherzige Schwester im Heute und Morgen". Das ist auch das Thema für das Sachkapitel vom 6. bis 11. Februar 2012.

Die gewählten Schwestern möge die Gnadenfülle des Heiligen Geistes und Gottes Segen begleiten!

Auf dem Foto sind (v.l.): Schwester Klara Rabensteiner, Provinzoberin Schwester Dr. Elisabeth Pfattner, Schwester Siglinde Mair, Schwester M. Frieda Eller und Schwester Brunhilde Seeber.

11/10 2011

Wachsem für neue Formen der Armut - Bericht von der Föderationstagung in Straßburg

Aus allen 14 Mitglieds-Gemeinschaften versammelten sich die Delegierten der diesjährigen Tagung des Föderationsrates im Centre Culturel St. Thomas, einem kirchlichen Bildungshaus nahe den Europäischen Institutionen in Straßburg. Gäste kamen aus der Provinz Köln-Niederlande, aus Zagreb und aus Paris: zum ersten Mal besuchte die Generaloberin der Töchter der Christlichen Liebe die Delegierten bei ihrer Tagung. Begleitet wurde sie von Generalrätin Sr. Christa Bauer. Zudem war Pater Bernard Schoepfer, Superior im Pariser Mutterhaus, als Vertreter der Lazaristen eingeladen.

Im Arbeitsteil der Versammlung entstanden konkrete Projektaufträge, die an verschiedenen aktuellen Themen der Föderation ansetzen wie z.B. gegenseitige Unterstützung im geistlichen Angebot durch Austausch von Referentinnen, Zusammenarbeit im Bereich der Ausbildung, weitere Schritte auf dem Feld der Internationalität.

Ein Besuch im Mutterhaus zählte ebenso zu den Glanzlichtern dieser Tage wie die Arbeit mit Sr. Evelyne Franc, die aus ihrer weltweiten Perspektive wichtige Aspekte erörterte, die das Leben in einer international agierenden geistlichen Gemeinschaft prägen und Impulse formulierte, wie diese Communio gestaltet werden kann, indem Verschiedenheit als Reichtum gesehen wird, der den Raum einer vertrauensvollen Freiheit braucht und zudem von einer tiefen Zugehörigkeit gehalten wird.

Am Freitag feierte der Ständige Beobachter des Heiligen Stuhls beim Europarat, Monsignore Aldo Giordano, die Heilige Messe mit der Versammlung und berichtete von seiner Aufgabe im Kontext von Europa. Diese Ausführungen bereiteten die Delegierten gut auf ihren Besuch im Europaparlament und im Europarat vor, der sich nach Abschluss des Arbeitsteils anschloss.

Am 5. Oktober erschien in der Straßburger Zeitung (DNA / Dernières Nouvelles d’Alsace) folgender Artikel: "Strasbourg empfängt bis zum Samstag die Versammlung der Vinzentinischen Föderation – im Klartext die 14 geistlichen und apostolischen Gemeinschaften, die im 19. und 20. Jahrhundert von den Barmherzigen Schwestern in Straßburg ausgegangen sind. Sie stehen im Dienst der Armen und der Kranken dem Geist des heiligen Vinzenz gemäß.

60 Delegierte aus Deutschland, Österreich, dem Elsass, aber auch aus Indien und Südkorea nehmen an dieser Zeit der Arbeit und des Gebetes teil. Gestern haben sie zusammen mit Weihbischof Christian Kratz die Eucharistie in der Mutterhauskapelle in der Rue da la Toussaint gefeiert.

Ihr Thema lautet: „Die Barmherzigkeit hat keine Grenzen: Herausforderungen für die Armen in der Welt heute“. Es geht darum, erläutert Schwester Denise Baumann, heute Geistliche Begleiterin der Föderation, „darüber nachzudenken, an welche Brennpunkte wir im Dienst der Armen und Kranken gehen sollen, dahin, wo der Mensch in der Welt von heute am zerbrechlichsten ist.“

Ein Beispiel dafür ist die Kongregation von Hildesheim (nahe Hannover): die Schwestern dort haben einen Hilfsdienst für Frauen, die in den großen Städten Europas dem Verkauf der Ware Mensch – also der Prostitution – zu entkommen suchen.

Die andere Baustelle, die sich für die Vinzentinerinnen auftut, ist, sich an ihre Vielfältigkeit anzupassen, erläutert Sr. Veronika Häusler (Augsburg), Föderationsreferentin. Die alternden europäischen Kongregationen, die an der Spitze großer Gesundheitseinrichtungen stehen, bemühen sich darum, die Verbindungen mit den jungen asiatischen Kongregationen zu festigen.

Schließlich stellt sich in Europa die Frage nach der angemessensten Weise, die Stafette an die Laien in den Kliniken weiterzugeben, ohne den christlichen Geist zu verlieren. Das Beispiel der St. Vinzenz-Gruppe in Straßburg wurde dazu entfaltet.

Die delegierten Schwestern haben außerdem Sr. Evelyne Franc, Generaloberin der Töchter der Christlichen Liebe in Paris (der Genossenschaft, die Vinzenz 1633 gegründet hatte) eingeladen, zu ihnen über die internationale Solidarität zu sprechen. Am Freitag werden sie die Europäischen Institutionen besuchen." (Jacques Fortier)

Weitere Meldungen im Archiv

22/12 2011

Teilen wie Vinzenz - Weihnachtsspendenaktion in der Klinik Vincentinum in Augsburg

Augsburg. Teilen, weil es uns gut geht – sichere Arbeitsplätze, regelmäßiges Einkommen und für viele insgesamt Lebensbedingungen eher auf der Sonnenseite des Lebens. Da muss man sich doch auch um die anderen kümmern, denen das Leben nicht solch gute Bedingungen bietet! Das war die Idee für eine Weihnachtsspendenaktion im Vincentinum in Augsburg.

"Dass sich aus allen Bereichen der Klinik Mitarbeiter und auch Belegärzte an unserer Spendenaktion beteiligt haben, macht mich richtig glücklich und stolz auf unser Miteinander!" sagt Andreas Karg, Mitinitiator der Spendenaktion "Teilen wie Vinzenz" zum Weihnachtsfest 2011 und freut sich über den großen Anklang, den der kleine Anstoß gefunden hat und über ein richtig tolles Ergebnis: Mit 1400 € kann Kindern und Jugendlichen eine Freude bereitet werden und ein kleines Stück des vinzentinischen Gedankens „Liebe sei Tat“ in praktische Schritte umgesetzt werden.

Eine Mitarbeiterin hat fleißig Päckchen mit Fertigessen gepackt, damit die Kinder in der St. Gregor Kinder- und Jugendhilfe, wenn sie in den Ferien nach Hause in ihre Familien kommen, wenigstens einmal am Tag ein warmes Essen bekommen. Dank der vielen großzügigen Spender ist es möglich, für 2012 vier derartige Päckchenaktionen durchzuführen. "Und dann ist im Sommer auch noch mal ein Eisessen für die Kinder mit drin!" freut sich die Mitarbeiterin, die für das Vincentinum den Kontakt zu der Einrichtung hält.

Weil soviel Spendengeld zusammen kam, kann das Vincentinum ein zweites Projekt fördern: In der Wäscherei der Ulrichswerkstätten, in der die Klinik die Wäsche waschen lässt, sind Jugendliche mit Behinderung beschäftigt, die im Sommer für eine Woche in ein Zeltlager fahren. Leider gibt es Jugendliche, die diese Möglichkeit nie wahrnehmen können, geschweige denn sonst in Urlaub fahren können. Dank der Spenden kann zwei Jugendlichen 2012 die Teilnahme ermöglicht werden.

18/11 2011

Vinzentinische Föderation reflektiert Werteauftrag

Untermarchtal. Für drei Tage trafen sich die Verantwortlichen für die Wertearbeit in Untermarchtal. Dieses Werteforum fand zum ersten Mal statt und stellte den Abschluss einer Weiterbildungsetappe dar, die die Generaloberinnen der Föderation,  beauftragte Schwestern (Multiplikatorinnen) und die Geschäftsführer/innen der Einrichtungen in je vier Abschnitten zu zwei Tagen durchlaufen hatten. Nun galt es, die Weiterbildung zu evaluieren und daraus weitere Schritte in die Zukunft zu erarbeiten. Begleitet wurden die 38 Teilnehmer/innen von Andreas von Schlichtegroll, der es verstand, effiziente Arbeit mit Freude an der Sache zu verbinden.

Gerade der Erfahrungsaustausch auf Ebene der Föderation war für alle sehr bereichernd, nicht weniger aber die Möglichkeit, dass Ordensschwestern und Geschäftsführer/innen intensiv ins Gespräch kommen konnten.

Einig waren sich die Teilnehmer/innen, dass es dieses Forum auch zukünftig geben soll. Thematisch soll es um die Frage gehen, wie sich Menschlichkeit und vinzentinische Werte im Alltag nachhaltig und glaubwürdig im Managementalltag verwirklichen lassen und wie der Geist der Ordensstifter Ressource und Inspiration für die Gestaltung der Führungsverantwortung sein kann.

13/09 2011

Auf den Spuren unserer Stifter - Postulat, Noviziat und Juniorrat gemeinsam in Paris

Paris. Eine Gruppe von Schwestern aus den Mutterhäusern Augsburg, Fulda, Hildesheim, Untermarchtal und Wien unter der Leitung von Sr. Elisabeth Halbmann (Untermarchtal) und Herrn Superior Briemle (Untermarchtal) machte sich auf den Weg nach Paris.

Nach einem Überblick über die Stadt mit ihrer Vielzahl der Kirchen, das bunte Leben und die vielen Menschen sowie solch beeindruckende Bauten wie den Louvre, den Triumphbogen und den Eiffelturm feierten wir in St. Lazare, direkt unter dem Schrein des hl. Vinzenz, die hl. Messe.

Der nächste Tag begann bei der hl. Luise und der hl. Katharina in der Rue de Bac mit der Feier der hl. Messe. Anschließend gingen wir ins Archiv. Dort zeigte und erklärte uns eine Pariser Vinzentinerin Schriftstücke, Bücher und Bilder aus dem Leben unserer Ordensheiligen. Ganz nah kamen wir so dem hl. Vinzenz und der hl. Luise und auf manche Eigenarten unserer Heiligen wies uns die Schwester hin. So schrieb z.B. die hl. Luise ihre Briefe so voll, dass kein weiteres Wort mehr darauf Platz fand, wohingegen der hl. Vinzenz viel Platz ließ und schwungvoll seine Unterschrift setzte.

Am Nachmittag fuhren wir dann zur Kirche Notre Dame. Immer auf den Spuren unserer Stifter begegneten sie uns auch hier. In all den Kirchen die wir an diesem und den folgenden Tagen anschauten, zeigt sich die Verehrung unserer großen Heiligen in wunderschönen Kirchenfenstern, Bildern und Skulpturen.

Am nächsten Tag besichtigten wir in St. Lazare den Reliquiensaal. Am Nachmittag fuhren wir nach Reuilly in das Altenheim, in dem die hl. Katharina so viele Jahre treu ihren Dienst getan hat. Eine Schwester zeigte uns die Kapelle und das kleine Museum, anschließend beteten wir dort die Vesper. Nachdem wir auf dem Rückweg die Kirchen St. Nicolas des Champs, St. Laurent und St. Vincent de Paul sowie das ehemalige St. Lazare angesehen haben, kamen wir reich an Eindrücken und sehr müde wieder in unserer Unterkunft an.

Unser letzter ganzer Tag in Paris führte uns nach Clichy. An diesem Ort, an dem Vinzenz so glücklich als Landpfarrer gewesen war, feierten wir die hl. Messe und fuhren anschließend zum Montmartre. Dort in der Kirche Sacre Coeur, in der ewige Anbetung ist, hatten wir dann Zeit, alles Erlebte vor den Herrn zu bringen, die Kirche zu betrachten, zu beten und auszuruhen. Bevor wir am nächsten Tag die Rückreise antraten, feierten wir in St. Lazare die hl. Messe. Dort wurde es dann deutlich, was Missionspriester und Weltkirche heißt, denn am Altar standen über zwanzig Lazaristen und, nach ihrem Aussehen zu schließen, kamen sie aus vielen Ländern der Welt. Gestärkt und froh durch diese Erfahrung, zur großen vinzentinischen Familie zu gehören, machten wir uns auf den Rückweg.

Sr. M. Jeanne Golla, Hildesheim

13/09 2011

"Er führte mich hinaus ins Weite..." - Bericht von der Noviziatsschulung 2011

Untermarchtal. An der diesjährigen Noviziatsschulung in Untermarchtal nahm eine kleine Gruppe mit einer Postulantin (Untermarchtal) und zwei Novizinnen (Augsburg und Hildesheim) begleitet von den jeweiligen Leiterinnen teil.

Zu Beginn machte uns Herr Superior Briemle mit der Vinzenz-Kirche vertraut. In einer visuellen Kirchenführung erklärte er uns Bild für Bild die Architektur und die darin zum Ausdruck gebrachte Spiritualität.

Sr. Nicola Maria Schmitt (Untermarchtal) referierte über die Vinzenzkonferenzen. Wir begannen mit der Konferenz über die Erlaubnisse, von der der hl. Vinzenz selber sagt, es sei die Wichtigste. Spannend und tiefgehend war die Auseinandersetzung mit dieser, ebenso wie die Konferenz über die Betrachtung, die wir im Anschluss lasen. Über die Schwesterliche Liebe hielten wir selber eine Vinzenzkonferenz ab. So füllten sich zwei Tage, die sehr reich an Gebet, Gemeinschaft und Gespräch waren.

Mit dem Thema Gemeinschaft ging es gleich weiter, Pater Matthias Wetzel OSB (St. Ottilien) sprach über: Gemeinschaft – Leben ist Beziehung. Die Selbstliebe, die Nächstenliebe und die Gottesliebe waren es, die er uns in seiner sehr frohen und freien Art die nächsten zwei Tage näher brachte.

Sr. Veronika Hinderhofer und Sr. Emanuela Koch (Untermarchtal) führten uns mit Bibel und Rucksack in die Weite.

In die Weite ging es am folgenden Tag dann gleich noch einmal. Der Ausflug führte uns zuerst nach Meersburg, wo wir die hl. Messe feierten und anschließend das Bibelmuseum besuchten. Mit der Fähre ging es über den Bodensee nach Konstanz und von dort mit dem Bus weiter auf die Insel Reichenau. Dort schauten wir uns die Kirchen an. Im Marienmünster standen wir am Grab des Abtes Berno und am Abend beteten wir mit den Benediktinern in der St. Peter und Paul Kirche die Vesper.

Sr. Gabriele Maria Sorg (Untermarchtal) lud uns ein, kreativ zu werden. Eine Vielzahl unterschiedlichster Specksteine lag bereit, um von uns in Form gebracht zu werden bzw. uns zu zeigen, welche Form in ihnen verborgen war. Lauter Kunstwerke sind an diesem Tag entstanden.

Den letzten Tag der Schulung kam Sr. M. Veronika Häusler (Augsburg) zu uns, mit der wir das Gelübde des Gehorsams bearbeiteten.

Nach einer Reflexions- und Dankesrunde machten sich am nächsten Tag alle wieder auf den Weg in den Alltag.

Ein herzlicher Dank an dieser Stelle an Sr. Karin Maria Stehle (Untermarchtal), die diese Schulung vorbereitet und geleitet hat und an alle, die die Schulung ermöglicht, gestaltet und durch ihr Gebet begleitet haben.

Sr. M. Jeanne Golla, Hildesheim

13/07 2011

Barmherzige Schwestern in Südkorea haben neue Ordensleitung

Suwon. Die Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Suwon (Südkorea) haben eine neue Ordensleitung. Das Generalkapitel tage von 8 bis 21. Juni im Mutterhaus und wählte unter dem Vorsitz des Suwoner Bischofs RI Iong Hoon Matthias wählte das Kapitel die Generaloberin und vier Generalrätinnen für fünf Jahre. Das Ergebnis:

Generaloberin: Schwester M. Scholastika
Generalrätinnen: Schwester M. Odilia, Schwester M. Theresita, Schwester M. Gabriela, Schwester M. Auxilia